Rechtschreibung: Kurzer Vokal oder langer Vokal?

Die deutsche Rechtschreibung stellt uns vor Probleme, denn oftmals schreiben wir nicht so, wie wir ein Wort aussprechen. Einige, besonders schwierige Wörter müssen wir immer wieder üben, um uns ihre Schreibweise einzuprägen.

Lange und kurze Vokale richtig schreiben

Zunächst geht es mir um die Selbstlaute oder die Vokale. Im Deutschen unterscheiden wir fünf Vokale: a, e, i, o, u. Neben den Selbstlaute kennen wir noch die Umlaute: ä, ö, ü und die Doppellaute, die auch Diphtonge genannt werden: ei, ai, au, äu, eu.

Wir können die Umlaute und die Vokale kurz oder lang aussprechen. Doppellaute sind immer lang.

Regeln zur Schreibung kurzer Vokale und langer Vokale

  1. Ein Dehnungs-h führt zu einem langen a, e, o, u.
  2. Beim langen i, schreiben wir oft ie.
  3. In selteneren Fällen verdoppeln wir den Pokal beim langen a, e und o.

Es gibt ein paar Hinweise für die Länge eines Vokals. Leider können wir die Länge des Vokals ganz häufig aus dem Schriftbild gar nicht erkennen. Hierfür kann ich ein paar ganz einfache Beispiele nennen: aber, Ware, Tor, Stube, lösen, üben. Frei nach dem Motto, einmal geschrieben ist so gut wie zehnmal gesprochen, solltest du die Rechtschreibung kurzer und langer Vokale trainieren. Das beste Training sind Übungsdiktate.

Das Dehnungs-h steht auffällig häufig vor l, m, n und r. Das wird aus den folgenden Beispielen ersichtlich:

  • Fehler, Fohlen, kühlen, wählen
  • nehmen, rufen, lahm, rühmen
  • Lehne, Lohn, Huhn, Bühne, verhöhnen
  • verlieren, Ohr, Fuhre, Ähre, bewähren

Übungsdiktat zur Schreibung – langer Vokal

Der Wolf lag in den letzten Zügen und schickte einen prüfenden Blick auf sein altes Leben. „ich bin ein Sünder“, sagte der Wolf, „hoffentlich aber keiner von den größten. Ich habe wirklich Böses getan, aber auch einiges Gutes. So kam mir ein blökendes Lamm, das sich von der Herde verirrt hatte, ziemlich nahe, dass ich es leicht hätte würgen können. Doch ich tat es nicht. Gleichzeitig hörte ich den Sport eines Schafes mit großer Gleichgültigkeit an, obwohl ich die Hunde nicht fürchtete.“ Das kann ich bezeugen, fiel ihm der Fuchs ins Wort. „Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Umstände. Es war eben zu der Zeit, als du jämmerlich an einem Knochen wirktest. Der gutmütige Kranich zog in dir schließlich aus dem Schlund.

Text nach Gotthold Ephraim Lessing

Übungsdiktat zum langen ie

Zur Geschichte der Briefmarke

Die ersten Aufkleber waren Postwertzeichen wurden im Jahr 1840 in England verwendet. Damals waren die Briefmarken auf Papierbogen gedruckt. Sie mussten erst einzeln herausgeschnitten werden. Später hatte ein findiger Zeitgenosse eine Idee hier eine praktische Änderung zu vollziehen. Die Rechtecke waren ab sofort gezähnt und ließen sich so viel leichter abtrennen. 1848 erschien in Bayern die erste deutsche Briefmarke. Auch die anderen Postverwaltungen in den anderen Ländern ließen sich ohne Schwierigkeiten von den gezeigten Vorteilen überzeugen. Sie führte noch dazu die praktischen Gebührenwerte ein. Der Postkunde konnte nun seine Briefe in die Sammelkästen einwerfen, die immer wieder regelmäßig geleert wurden.

Noch heute ist das Postwertzeichen gerade bei den Sammlern sehr beliebt. So gehören einzelne Briefmarken zur echten Liebhaberstücken. Sammler konzentrieren sich spezialisieren sich auf besondere Gebiete wie zum Beispiel Briefmarken der ehemaligen Kolonien oder Wohlfahrtsmarken. Andere haben es auf ganz bestimmte Motive abgesehen.