RECHTSCHREIBUNG: ss oder ß? Das sind die goldenen Regeln!

Zugegeben: Das Thema Rechtschreibung und s-Laute haut mich jetzt zum Freitag nicht vom Hocker. Dennoch unterlaufen uns bei diesen Buchstaben die meisten Fehler, die unweigerlich deinen Text zerstören. Dabei ist es ganz einfach, die s-Laute auseinander zu halten. ss oder ß? Es gibt einen einfachen Trick und goldene Regeln.

Die 6 REGELN zum Merken – ss oder ß?

  1. Die s-Laute Bzw. das normale s nutzen wir am häufigsten. Wir finden es in jedem dritten Wort, wie zum Beispiel in Bremse, Kasten, Summe und Sonntag.
  2. Den Unterschied machen die Vokale im Wortstamm. Auf kurze Vokale im Wortstamm folgt nämlich nicht das einfache s, sondern ss. Da hätten wir zum Beispiel Fluss, Essen, Masse, missachten. Das letzte Wort dürfte aufzeigen, dass zu dieser Regelung auch Präfixe gehören. (Präfixe sind Silben am Anfang des Wortes, so genannte Vorsilben.)
  3. ACHTUNG: Es gibt auch eine Ausnahme. Wie liebe ich die unzähligen Ausnahmen der deutschen Rechtschreibung und Grammatik (IRONIE OFF) ᐅ Artikel und Pronomen schreiben wir nach kurzem Vokal mit einem einfachen s, wie zum Beispiel was oder das.
  4. Wörter, die auf -nis enden, schreiben wir mit einem einfachen s. Im Plural wechseln wir zum doppelten s, wie zum Beispiel das Zeugnis –  die Zeugnisse.
  5. Haben wir es in einem Wort mit einem langen Vokal, einem Zwielaut (Das heißt Diphtong.) und einem stimmlosen s zu tun, folgt das scharfe S, dass wir als ß kennen. Hier ein paar Beispiele: Maß, Grüßen, außer, Fleiß. Hier treffen wir wieder auf Ausnahmen, wie heraus oder aus. Im direkten Vergleich bleibt das stimmhafte und selbstbewusste S alleine, wie in Haus oder Gras.
  6. Eigentlich schlagen nur wir Deutschen uns mit dem ß herum. Hast du zum Beispiel keine Gelegenheit, es in die Tastatur zu tippen, schreibst du ss. In der Schweiz kennt man diesen Buchstaben ebenso nicht. Juhu, die Schweizer schreiben generell nur ss.

ss oder ß? – gar nicht so schwer!

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. So schwer ist die Unterscheidung der s-Laute gar nicht. Im Fazit verwenden wir am häufigsten das einfache s. Nach kurzen Vokalen im Wortstamm folgt ss und nach langen Vokalen und unbetontem s folgt ß.

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